Mario Thronicke
Begleittext:
Goeran Hammer
No Walls

Der Schrei fällt aus dem Fenster. Dahinter zerbröckelt das System, die Substanz ist lange aufgezehrt.
1
Der Schrei fliesst hin zur Mauer, er muss sich freimachen, aufsteigen in die Welt.
2
Die Stadt wie das Land brechen nieder und stehen auf, und aus dem alten wird ein frischer Riss. Daraus strömt die kräftigneue Farbe, aus Grau wird prall und grell das Morgen.
3
Die Betonteile erzählen dazu die Geschichte deutscher Herkunft, bevor alles verkauft und geschreddert wird.
4
Die Stadt erhebt sich, und die Mauer will aus den Köpfen steigen.
5
Gebrochen und gerodet, geflickt nur karg zum Denkmal, und dann kommt die Verdichtung, auch wenn der Staub der Mauer unsichtbar werden will im Staub der Neubauten.
6
........ no Walls ........ no Walls ........
7
Kein Wind der Geschichte kann das Duell zwischen Zukunft und Vergangenheit hier völlig verwehen.
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
©Mario Thronicke        home    galerie   selfie  ausstellungen   impressum   datenschutz